Newsletter April 2009

Liebe Freunde und Mitglieder von Brücke Ost-West!

Wie viele von Euch wissen, habe ich ein Jahr im tibetischen Exil in Dharamsala in Indien gelebt. Der Hauptgrund meines Aufenthaltes war mein Patenkind Yonten. Während dieser Zeit habe ich erkannt, dass es von größter Wichtigkeit wäre, vor allem auch den alten, kranken und behinderten Menschen zu helfen.

Nun ist es soweit!!! Ich hab's geschafft - der Verein BRÜCKE OST-WEST, Hilfe für alte, kranke und behinderte Menschen in unterversorgten Gebieten im Himalaya, ist geboren und seit März 2009 rechtskräftig.

Ich freue mich sehr, denn ich bin davon überzeugt, dass damit sehr viel bewegt und geholfen werden kann.

Mir ist vor allem wichtig, dass individuell auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen und ein persönlicher Kontakt hergestellt wird.

Aus diesem Grund wurde in Indien der Verein Njing Jay Yul gegründet. Nur so ist es möglich, direkt vor Ort auf die Menschen eingehen zu können.

Was bisher geschah:

Obwohl ich erst seit Dezember 08 "aktiv" bin, konnte schon vielen Menschen direkt geholfen werden.

In Nordindien in Dharamsala - Hauptsitz des tibetischen Exils - wurden 160 Gehstöcke, 2 Rollstühle und Sitztoiletten für das Altersheim angeschafft. Weiters wurden etliche Personen mit medizinischer Hilfe versorgt: ein Hörgerät, Krücken und andere Gehilfen wurden besorgt, eine Magenoperation wurde ermöglicht. Ein behinderter Bursche erhält eine monatliche finanzielle Unterstützung für Medizin.

Es war sehr berührend, mit all diesen Menschen zu reden, ihre Geschichte zu erfahren und ihre Freude und Dankbarkeit zu spüren.


In den Osterferien war ich in Südindien in den tibetischen Camps Bylakuppee und Hunsur.

Ich besuchte auch dort 2 Altersheime und tibetische Dörfer. Die Leute sind dort hauptsächlich Bauern, es mangelt sehr an Geld für Medikamente, viele Menschen, vor allem Kinder leiden an TBC.

Ein Vorfall hat mich besonders berührt: Der Dalai Lama gab im Februar Teachings im Kloster Sera. Um dort hinzukommen, mussten sich die Dorfbewohner ein Lastauto leihen. Nach dieser Veranstaltung hatten sie mit diesem Lastauto einen schweren Unfall - ein Mann ist querschnittgelähmt, eine Frau hat eine schwere Kopfverletzung erlitten, viele Leute dieses Dorfes sind arbeitsunfähig geworden und sie können ohne Hilfe nicht für die Kosten der nötigen Medikamente aufkommen. So viel Leid in nur einem Dorf!!

Ich habe mit den Spenden für einige Betroffene die Bezahlung der Medikamente veranlasst, einen Rollstuhl und Gehstöcke besorgt. 2 an TBC erkrankte Jugendliche und ein beidbeinig an Kinderlähmung erkrankter Jugendlicher werden unterstützt.

Die alten Menschen sind, wenn sie keine Kinder haben, die für sie sorgen, sich selbst überlassen und leben in großer Armut.

In den Altersheimen mangelt es an Pflegebetreuung. In einem der Altersheime war es mir möglich, eine Pflegerin einzustellen, die monatlich vom Verein bezahlt wird.

Mein Plan für Sommer:

Ich möchte gerne beginnen, eine Behindertenwerkstatt in Dharamsala einzurichten, damit kann ich aber erst vor Ort im Juli beginnen.

WORUM ICH WIRKLICH VON HERZEN BITTE:

Diese Menschen brauchen Unterstützung und Hilfe!!!!!

Ich schicke Euch auch meinen Folder - BITTE WEITERSAGEN!!!!

Ich DANKE Euch im voraus

TASHI DELEK und alles Liebe

Judith Judith Mauritz

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