Newsletter September 2009

Liebe Freunde und Mitglieder von Brücke Ost-West!

Die Sommerferien sind zu Ende und ich bin wieder aus Indien zurück! Es gibt viel zu berichten!!! Die 2 Monate vergingen viel zu schnell, doch konnte ich all meine Vorhaben umsetzen. Dafür waren sehr viel Geduld und Ausdauer nötig. Es ist gar nicht so einfach, in Indien Amtswege zu erledigen! Umso mehr bin ich sehr glücklich, alles erledigt zu haben.

Was alles geschah:

Das Projekt "Eye Camp" war ein großer Erfolg!

Dank der vielen Brillen- und Geldspenden wurden eine Augenuntersuchung, ein Sehtest und neue Brillen für 267 alte Menschen möglich. 3 verschiedene Altersheime (in Mc Leod Ganj - Dharamsala, in Chaundra und in Spiti) wurden mit 145 Brillen versorgt, weiters 102 alte Menschen aus den Orten Mc Leod Ganj und Hunsur - Südindien. Der indische Augenarzt, der alle gespendeten Fassungen mit neuen Linsen versah, war sehr kooperativ und entgegenkommend.

Diese Aktion mit diesen vielen alten Menschen war sehr berührend. Für mich gab es viele unvergessliche Begebenheiten, vor allem die Freude und Dankbarkeit hat mich sehr bewegt.

Wie glücklich die alten Leute bei der Vergabe der neuen Brillen waren, werde ich nie vergessen!

Weiters habe ich Medikamente aus Österreich mitgebracht und konnte auch in Indien noch benötigte Medizin besorgen. 114 alte Menschen bekamen Medizin für ihre Gelenksschmerzen, vor allem für ihre Knieprobleme.

Für eine Frau in Hunsur - Südindien, die bei einem Unfall beide Beine verlor, konnten ein Rollstuhl und eine Sitztoilette angeschafft werden.

Eine Aktion möchte ich gerne genauer erzählen:

Ama Pema (Mutter Pema), 79 Jahre alt lebt in einem "Einzimmerhaus", alleine in Mc Leod Ganj. Sie hat keine Kinder, die Nachbarn helfen ihr so gut es geht. Sie hat kein Wasser, keine Toilette, eben nur dieses winzige Häuschen, das sie seit ihrer Flucht (vor ca. 45 Jahren) bewohnt.

Ich erfuhr, dass ihr Dach sehr undicht sei, was in der Regenzeit äußerst unangenehm ist. Ich besuchte die alte Dame und ich muss zugeben, ich war entsetzt. Alles war nass, im Bett stand ein Topf, um das Regenwasser aufzufangen!! Wir beschlossen mit dem restlichen Geld ein neues Dach machen zu lassen. Anfangs war Ama Pema ganz schön nervös, als sie mitansehen musste, wie ihr altes Dach heruntergenommen wurde. Sie saß in ihrem Häuschen und war zuerst nicht zu bewegen, nach draußen zu kommen. Es war ein Wettlauf mit dem Monsun, den wir dank der netten indischen Dachdecker gewannen!!! Ich brachte auch innen - so gut es halt möglich war - alles auf Hochglanz. Die alte Frau war so glücklich, in Worten kann ich das gar nicht ausdrücken. Sie hat es als Geschenk des Himmels bezeichnet und ihr Häuschen sei nun so schön wie ein Tempel.

Weiters bekommen 22 alte bzw. kranke Menschen bis Jahresende eine monatliche Unterstützung für den Kauf von Medikamenten und eine Betreuerin für ein Altersheim in Südindien wird vom Verein bezahlt.

Das alles konnte nur dank Eurer Spenden und Hilfe geschehen. Dafür möchte ich mich wirklich von ganzem Herzen bedanken!!!!!!

Obwohl es den Verein noch gar nicht so lange gibt, konnte schon viel Gutes getan werden. Es bewahrheitet sich für mich immer wieder, dass helfen oft sehr einfach ist und viel Freude bereitet. Der Einsatz lohnt sich, vor allem wenn man diesen bescheidenen, alten Menschen das Leben ein bisschen verbessern kann. Sie haben es sich wirklich verdient.

Mittlerweile ist der Verein in Dharamsala und Hunsur schon sehr bekannt und es gibt immer mehr Anfragen und Bitten.

Darum hoffe ich auch weiterhin auf Eure Unterstützung und Mithilfe.

Ich bitte Euch auch, all dies Freunden, Bekannten zu erzählen, damit mehr Menschen davon erfahren. Folder schicke ich gerne zu.

Ich plane natürlich schon für die Weihnachtsferien. Ein weiteres "Eye Camp" in einem Altersheim in Dheradun steht am Programm. Ich würde auch wieder Brillenfassungen benötigen.

Ich bin für jegliche Hilfe dankbar und würde mich über weitere Mitgliedschaften freuen!!

Vorerst einmal TASHI DELEK - Glück und Segen und alles Liebe

Judith Judith Mauritz

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